FAQ

Brauche ich eine Hygienebelehrung für den Verkauf?

Wie bei jedem eurer Einsätze, bei dem Lebensmittel in Verkehr gebracht werden (Waffeln backen/ Kuchenverkauf/Getränkestand) empfehlen wir euch auch hier, dass eine Hygienebelehrung (Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz beim örtlichen Gesundheitsamt) gemacht wird. Sicher ist sicher! Nehmt Euch die etwa 60 Minuten Zeit und die wenigen Euros in die Hand, damit ihr abgesichert seid.

Dazu noch Fruchtalarm-Tipps: Flaschen immer wieder schließen, Eis nicht offen stehen lassen, angebrochene Flaschen zügig aufbrauchen, Kontakt mit dem Ausschenker vom Sirup vermeiden

Kann auch ein Krankenhaus ohne Kinderkrebsstation zu einem Fruchtalarm-Standort werden?

Nein, das geht nicht. Das Projekt Fruchtalarm ist vom Ziel und Zweck her ausschließlich auf kinderonkologische Stationen ausgerichtet, und das gilt dementsprechend auch für das NSP.

Kann man die Cocktails nicht auch mit Alkohol machen?

Ganz klar: NEIN. Und das ist sowohl Fruchtalarm als auch dem NSP-Team ein ganz wichtiges Anliegen: Die Fruchtalarm-Bar soll 1:1 zeigen, wie die Fruchtcocktails auf den Stationen zubereitet werden und wie sie schmecken. Alkohol lässt sich mit dem Projekt – und dem sensiblen Thema, das dahintersteht – nicht in Einklang bringen und soll vollkommen außen vor bleiben.

Was machen wir, wenn keine Kinderonkologische Station in der Nähe ist?

Zum Beispiel könnt Ihr das NSP mit Spenden unterstützen. Und um Spenden zu sammeln: Macht Alarm! Bringt Informationen unter die Leute oder noch besser: Mixt mit dem Bar-Equipment der anderen Pakete die bunten Fruchtcocktails bei Euch vor Ort. Auf Stadtfesten, auf dem Markt, oder bei einer der vielen anderen Gelegenheiten, bei denen Ladies‘ Circle in Deutschland aktiv ist. So zeigt Ihr, worum es geht, könnt durstige Menschen glücklich machen und Geld für Fruchtalarm sammeln.

Gehen wir mit unserem Circle direkt auf das Krankenhaus zu?

Nein, nicht direkt. Wenn Ihr Kontakt zu einem Krankenhaus mit einer Kinderonkologischen Station habt oder man Euch sogar schon Interesse signalisiert hat, gebt uns (LC42 Bielefeld) Bescheid. Wir vermitteln dann den Kontakt zum Fruchtalarm-Projektteam, das sich professionell um alles Weitere kümmert!

Können wir auch mit unserem Circle Fruchtalarm in der Klinik machen?

Das geht nicht – jedenfalls nicht auf einer Station. Die Fruchties werden, bevor sie dort mit der Fruchtalarm-Bar unterwegs sein können, umfassend geschult: In den Bereichen Hygiene, Umgang mit onkologischen Patienten und zu den Cocktails. Es ist aber sicher durchaus möglich, dass Ihr zum Beispiel bei einem Tag der offenen Tür oder einem sonstigen Fest des Krankenhauses „Alarm macht“! Einfach mal mit dem Krankenhaus Kontakt aufnehmen.

Kann ich auch selber „Fruchtie“ werden?

Ja klar! Auf der „Fruchtie“-Seite von Fruchtalarm findest Du alle Informationen dazu.

Wo bekomme ich weitere Informationen oder Kontakte zu diesem Projekt?

Das Projektbüro von Fruchtalarm stellt viele weitere Informationen auf der eigenen Homepage zur Verfügung. Ihr könnt Euch auch direkt an uns – Ladies Circle 42 Bielefeld – wenden.

Wie kann ich das Projekt selbst unterstützen, ohne dass ich selbst aktiv werden muss?

Zum Beispiel durch finanzielle Unterstützung, sprich Spenden! Hier noch einmal das Spendenkonto:

Stiftung Ladies‘ Circle Deutschland
IBAN: DE19 5502 0500 0000 0019 72
BIC: BFSWDE33MNZ
Bitte im Verwendungszweck „LC-NSP“ angeben.

(bei Beträgen über 200,00 € mit Name + Anschrift für Spendenbeleg)

Das Projektbüro von Fruchtalarm stellt viele weitere Informationen auf der eigenen Homepage zur Verfügung. Ihr könnt Euch auch direkt an uns – Ladies Circle 42 Bielefeld – wenden.

Ist der Zucker in den Säften und im Sirup nicht schädlich für die Kinder?

Fruchtalarm ist ein Projekt, das an 27 (!) Kinderonkologischen Zentren deutschlandweit zum Teil seit bis zu acht Jahren permanent stattfindet – mit Zustimmung der jeweiligen verantwortlichen Ärztinnen und Ärzte und unter deren ständiger fachlicher Begleitung. Zu den gelegentlich angesprochenen Sorgen hinsichtlich der Schädlichkeit von Zucker im Rahmen der Behandlung von an Krebs erkrankten Kindern kann man nur sagen: Fruchtalarm hat jede Menge positive Effekte!

Wir haben zu diesem Thema die für uns maßgebliche Stellungnahme eines Arztes eingeholt, der seit vielen Jahren mit dem Projekt Fruchtalarm vertraut ist, und zwar von Herrn Dr. med. Norbert Jorch, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Leitender Arzt Kinder-Hämatologie/-Onkologie im Evangelischen Klinikum Bethel in Bielefeld. Wir möchten die Ausführungen von Herrn Dr. Jorch im Folgenden unverändert wiedergeben:

 „Die Bedenken, dass Kohlenhydrate generell und im Speziellen auch Fruktose eine Krebsentstehung oder ein Krebswachstum begünstigen, sind nicht neu. Schon seit mehr als 10 Jahren berichten Medien (Fokus, Spiegel, RTL) über Ergebnisse der Grundlagenforschung, die sich mit dem Thema der Energiegewinnung von Krebszellen beschäftigen. Zelllinienexperimente von Erwachsenen-Krebsformen lieferten Hinweise, dass diese Tumorzelltypen zum Teil auch Fruktose neben dem menschlichen Universalenergiekohlenhydratlieferanten Glucose unmittelbar nutzen können. Das hat immer wieder zu Spekulationen geführt, ob durch eine speziell kohlenhydratreduzierte Diät oder das Auslassen von bestimmten Zuckern eine Krebserkrankung verhindert bzw. deren Therapie begünstigt werden kann. Alle bisher zu diesem Thema durchgeführten Studien konnten dies nicht belegen. Eine Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter kann durch eine solche Diät nicht verhindert werden. Ein bestehender Tumor kann nicht durch Aushungern bekämpft werden, sondern der Energiemangel hindert vielmehr die Selbstheilungskräfte unserer Patienten. Selbst in der Palliativsituation ist eine ausgewogene Kost mit ausreichender Kalorienzufuhr lebensverlängernd.

Nachgewiesen im Erwachsenenalter ist der Zusammenhang von ungesunder Ernährung im Zusammenhang z.B. mit Darmkrebs, wobei hier das Übermaß an Energie aus Fetten und Kohlenhydraten und der Mangel an Ballaststoffen die entscheidende Rolle spielen. Eine gute Informationsquelle zu diesem Thema ist auch die Publikation des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums zum Thema Ernährung und Krebs (letzte Aktualisierung 13.01.2017).

Im Rahmen des Projekts Fruchtalarm versuchen wir durch besondere Anreize und kalorische Getränke, dem Appetitmangel und der krankheitsbedingten Unterversorgung entgegenzuwirken. Im Rahmen der Behandlung einer onkologischen Erkrankung im Kindesalter ist es häufig so, dass durch Veränderung der Geschmacksempfindung, der körperlichen und psychischen Belastungssituation und durch Schäden in der Mundschleimhaut ausreichende regelmäßige Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme nicht möglich sind. Hier kann der Besuch von Fruchtalarm neben dem Eventcharakter mitwirken, dass die Kinder auf physiologische Weise Speise und Flüssigkeit aufnehmen, um den genannten Defiziten entgegenzuwirken.

Aus pädiatrisch-onkologischer Sicht haben wir in Bielefeld – genau wie in den anderen bereits eröffneten Kinderonkologischen Zentren – keine Bedenken, dass der Erfolg unserer Krebstherapie dadurch in Frage gestellt wird. Vielmehr glauben wir, dass die Aktion Fruchtalarm ein Puzzleteil auf dem Weg zur Bewältigung der Krebserkrankung bei Kindern und Jugendlichen ist.“